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Initiative für Beschäftigung


Die Lage auf dem deutschen Ausbildungsmarkt ist angespannt. Besonders Schulabgänger mit Hauptschulabschluss haben es schwer, einen Ausbildungsplatz zu finden. Sie bleiben bei der Stellensuche oft außen vor. Für Dr. Michael Otto ein unhaltbarer Zustand: „Weder aus ethisch-moralischen noch aus gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Gründen dürfen wir länger zulassen, dass Jahr für Jahr ein Drittel unser Jugendlichen perspektivlos in die Arbeitswelt entlassen wird.“

Aus diesem Grund hat der Vorstandsvorsitzende der Otto Group 1999 in Kooperation mit der Hapag-Lloyd AG das Hamburger Netzwerk der „Initiative für Beschäftigung“ ins Leben gerufen, die 2000 mit der Umsetzung eines beispielhaften Konzepts startete: des Hamburger Hauptschul-Modells. Dabei handelt es sich um ein effektives Netzwerk aus 103 Hamburger Schulen (alle Schulen in Hamburg, aus denen Schulabgänger mit Hauptschulabschluss hervorgehen), der Arbeitsagentur sowie 74 Unternehmen und Organisationen. Es hat zum Ziel, dieser Schülergruppe dabei zu helfen, eine ihren Stärken und Interessen entsprechende ungeförderte betriebliche Ausbildung zu finden.

Die Bilanz im Jahr 2006: Gegenüber 2000 konnte die Quote der Hamburger Schulabgänger mit Hauptschulabschluss, die direkt im Anschluss an die allgemeinbildende Schule einen ungeförderten betrieblichen Ausbildungsplatz fanden, verdreifacht werden. Für dieses Engagement erhielt das Hamburger Netzwerk 2005 den Carl-Bertelsmann-Preis, mit dem Staaten, Institutionen und Unternehmen in Europa für beispielhafte Lösungen zentraler gesellschaftspolitischer Herausforderungen geehrt werden.

Fair Future Factory

Anfang Januar 2007 fand bei OTTO am Standort Hamburg eine Zukunftswerkstatt zum Thema „Mode, Nachhaltigkeit und Jobchancen in der globalisierten Welt“ statt. Bei der „Fair Future Factory“ konnten sich 100 junge Menschen zwischen 16 und 22 Jahren in verschiedenen Veranstaltungen ausprobieren und informieren. In Workshops konnten sie mit nachhaltigen Materialien ihr eigenes Design entwerfen, sich im Fotoshooting üben oder in der Schreibwerkstatt ihre Ideen unter professioneller Anleitung zu Papier bringen. Ein Zukunftsforscher nahm seine Zuhörer mit auf eine Reise in „Die Zukunft von Bildung, Arbeit und Konsum“ und zeigte die Chancen auf, die in den aktuellen Trends und Entwicklungen verborgen sind. Bei der Podiumsdiskussion zum Thema „Handel um jeden Preis?“ setzten sich Vertreter von OTTO, aus dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, der Deutschen Welthungerhilfe und der Nichtregierungsorganisationen Attac und Clean Clothes Campaign auseinander. Darüber hinaus zeigte eine Talkrunde mit OTTO-Mitarbeitern spannende Berufsprofile und Berufsbiographien am Beispiel des Versandhandels auf und in einer Infobörse zum Thema „Jobs“ konnte jeder Teilnehmer je nach seinen eigenen Interessen weiterfragen. Auf diese Weise verknüpfte die „Fair Future Factory“ die große Kompetenz von OTTO auf den Gebieten Mode & Design sowie Nachhaltigkeit und konnte den Gästen einen Blick hinter die „Kulissen“ eines Global Player geben.  

Download der Fair Future Factory Dokumentation als PDF