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FAQ


1. Mich interessiert, wie OTTO zum Thema "Arbeitsbedingungen in den Schwellen- und Entwicklungsländern" denkt. Welche Maßnahmen werden ergriffen, um faire Produktionsbedingungen bei Zulieferbetrieben zu gewährleisten?

Handel nur auf solche Staaten zu begrenzen, in denen bereits angemessene Umwelt- und Sozialstandards vorliegen, ist falsch. Handel muss gerade dort betrieben werden, wo Handlungsbedarf besteht. Wir beteiligen uns deshalb an der Gemeinschaftsinitiative „Business Social Compliance Initiative (BSCI)”. Dies ist eine Initiative namhafter europäischer Handelsunternehmen zur Auditierung und Qualifizierung der Lieferanten in Bezug auf die Einhaltung der Sozialstandards.
Darüber hinaus unterstützen wir die internationale Zertifizierungsinitiative Social Accountability 8000 (SA 8000) und die "Rugmark-Initiative, nach deren strengen Grundsätzen garantiert ohne Kinderarbeit gefertigt wird.

2. Häufig musste ich feststellen, dass in der Kleidung, die ich trage, die Herkunftsländer nicht angegeben sind. Können Sie mir das erklären?

Dass die Kleidung, die man in Europa kaufen kann, keinen Hinweis auf die Herkunftsländer enthält, ist zurückzuführen auf gesetzliche Bestimmungen. Die Auszeichnung des Produktionslandes in der Kleidung ist nach deutschem Textilkennzeichnungsgesetz nicht zwingend vorgeschrieben. Ist jedoch ein Hinweis auf das Herkunftsland eingenäht, muss diese Angabe korrekt sein.

3. Seit wann gibt es eine Umweltabteilung bei OTTO?

Umweltschutz ist seit 1986 ausdrückliches Unternehmensziel von Otto. 1990 wurde der Bereich Umwelt- und Gesellschaftspolitik zur Stabsabteilung mit direkter Anbindung an den Vorstandsvorsitzenden Herrn Dr. Otto.

4. Verwenden Sie Altpapier zur Herstellung Ihrer Kataloge?

Je nach Katalog- und Papierart wird bei der Herstellung bis zu 20% wiederverwertetes, also recyceltes Papier verwendet. Das ist für uns so selbstverständlich, dass wir es nicht im Katalog durch Auslobung hervorheben. Hausintern wird seit 1989 großenteils – auch in repräsentativen Bereichen – umweltfreundliches Recyclingpapier verwendet.

5. Warum glänzen die Seiten im OTTO-Katalog?

Der Glanz auf den Seiten entsteht durch eine Beschichtung, die notwendig ist, um die Druckeigenschaften des Papiers zu verbessern. Mittels der Beschichtung kann auch dünneres Papier verwendet werden, was der Ressourcenschonung dient. Diese Beschichtung ist ökologisch unbedenklich.

6. Was unternimmt OTTO zum Schutz der Wälder?

Seit vielen Jahren kümmert sich OTTO bereits um den Schutz der besonders vom Raubbau betroffenen tropischen Wälder. Seit 2007 sind die Schutzbestimmungen für den Möbeleinkauf auf alle Wälder ausgeweitet worden. Denn auch andere Holzgebiete, so zum Beispiel die borealen Wälder, sind durch verantwortungslose Abholzung gefährdet. OTTO verlangt daher von seinen Lieferanten immer einen Nachweis über die Holzherkunft. Häufig ist zusätzlich noch ein weiterer Nachweis dafür erforderlich, dass das Holz nach tragfähigen Standards aus verantwortungsbewusst bewirtschafteten Wäldern stammt. Dabei strebt OTTO nach Möglichkeit die Zertifizierung nach den Kriterien des Forest Stewardship Council an.

7. In Ihrem Katalog finde ich an Textilien verschiedene Öko-Siegel. Aber mir ist nicht klar, wo genau der Unterschied liegt zwischen „hautfreundlich, weil schadstoffgeprüft” und aus „kontrolliert biologischem Anbau”.

Das Siegel „hautfreundlich, weil schadstoffgeprüft” bedeutet, dass die Textilie nach anerkannten Standards zum Beispiel auf ihren pH-Wert, auf Rückstände aus dem Färbeprozess, aber auch auf Pestizid-Rückstände untersucht wurde. Das Siegel gilt gleichermaßen für Natur- wie Chemiefasern, aber auch für Fasermischungen.Die für PURE WEAR verwendete Bio-Baumwolle garantiert Baumwolle, die unter strengen ökologischen Kriterien angebaut wird. So wird die Umwelt geschont und das Kleidungsstück ist von Anfang an frei von Stoffen, die im konventionellen Anbau den Rohstoff Baumwolle belasten.8. Mich interessiert, ob Sie in Ihrem Unternehmen Verantwortung für den Tierschutz übernehmen. Auch die Absicherung des Sortiments hinsichtlich des Tierschutzes hat OTTO im Fokus. Seit 1992 sind Echtpelze generell aus dem Angebot genommen. Heute bietet OTTO nur Leder und Fellprodukte von Rind, Schwein, Ziege und Schaf an, die als Nebenprodukte der Lebensmittelproduktion anfallen.