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Michael Otto Stiftung für Umweltschutz



Stiftungszweck der 1993 gegründeten Michael Otto Stiftung ist der Schutz und Erhalt der Lebensgrundlage Wasser sowie der vom Wasser geprägten Lebensräume. Um dieses Ziel zu erreichen, setzt sie auf drei Aktionsfelder:

1. Förderung

Die Stiftung fördert Projekte, die unmittelbar dem Wasser bzw. den betroffenen Lebensräumen zugute kommen. Diese Projekte müssen einen konkreten Naturschutz-Nutzen haben, langfristig greifen und eine Vorbildfunktion besitzen, die über ihre Öffentlichkeitswirksamkeit auch andere zur Nachahmung anregt. Darüber hinaus unterstützt die Stiftung speziell junge Menschen bei der Umsetzung ihrer eigenen „aqua-projekte“ zum Schutz der Ressource Wasser. Ziel ist es, die Eigeninitiative der Schüler und Jugendlichen im Bereich Naturschutz zu steigern, ihre Mitmachbereitschaft zu erhöhen und sie zu Verhaltensänderungen zu motivieren.

2. Bildung

Durch die Einrichtung von Stiftungsprofessuren und die finanzielle Unterstützung von Forschungs- und Bildungszentren engagiert sich die Stiftung im Bildungsbereich. Der 1997 gegründete Lehrstuhl „Umweltethik“ an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald entwickelt interdisziplinäre Konzepte und Strategien zum verantwortlichen Umgang mit der Natur, die ökologische, ökonomische, soziale wie auch kulturelle Gesichtspunkte miteinbeziehen. Der Lehrstuhl „Sustainability and Global Change“, im Jahr 2000 an der Universität Hamburg eingerichtet, ist ebenfalls interdisziplinär ausgerichtet: Erforscht wird hier die Wirkung der Veränderungen in der marinen und atmosphärischen Umwelt auf das globale Wirtschaftssystem unter Berücksichtigung der historischen Zusammenhänge zwischen Zivilisation, Meer und Klima.

3. Dialog

Von Beginn an hat sich die Michael Otto Stiftung auch als Moderatorin zwischen gesellschaftlichen Interessengruppen verstanden. Sie initiiert Gespräche und bietet eine Plattform für Dialogveranstaltungen, die Vertreter von Wirtschaft, Naturschutz, Politik und Wissenschaft an einen Tisch bringen und pragmatische Lösungen für aktuelle umweltpolitische Fragen erarbeiten sollen. So führten die Elbe-Colloquien z.B. zur „Elbe-Erklärung“, die 1996 von Politikern und Vertretern führender Naturschutzorganisationen unterzeichnet und 2002 in den Koalitionsvertrag der Bundesregierung aufgenommen wurde. Ziel dieser Erklärung ist es, einen Kompromiss zu finden zwischen dem Ausbau der Elbe als Wasserstraße einerseits und ihrem Erhalt als Ökosystem andererseits.

Derzeit stehen zwei Diskursreihen im Vordergrund:

Jährlich finden seit 2004 die „Hamburger Gespräche für Naturschutz“ statt. Auf der Tagesordnung stehen hier aktuelle umweltpolitische Fragen. Im Jahr 2004 stand mit dem Thema „Wasser in Not“ der Stiftungsschwerpunkt im Mittelpunkt, 2005 das Wattenmeer im Spannungsfeld von Küstenschutz und Naturschutz („Land unter?“) und 2006 wurde die Rolle von Wäldern, Mooren und Feuchtgebieten, sogenannten CO2-Senken, im Klimawandel erörtert („Die Natur im Klima-Deal“). Die Hamburger Gespräche 2007 befassen sich mit der Überfischung der Meere („Fisch ohne Schutz – Ein Symposium über die Möglichkeiten einer nachhaltigen Bewirtschaftung der Meere“).

In 2006 haben im kleinen Rahmen die Berliner Klima-Diskurse stattgefunden, in denen sich Politiker, Wissenschaftler Naturschützer und Vertreter der Wirtschaft über die Möglichkeiten verständigt haben, wie unsere Gesellschaft auf die Herausforderungen des sich anbahnenden Klimawandels reagieren kann. Abschließend wurde die „Berliner Klimaerklärung der Michael Otto Stiftung“ erarbeitet. Das Papier diente in der Folge als Ausgangspunkt und Impuls zur Gründung einer Unternehmerinitiative im Jahr 2007. So entstanden aus dem Berliner Klimadiskurs die Grundlagen für die Initiative „2° – Deutsche Unternehmer für Klimaschutz“.

Weitere Informationen zur Stiftung finden Sie auf der Website www.michaelottostiftung.de.